Giftnotruf am Telefon


In den meisten Fällen sind die Kinder zwischen zehn Monaten und zwei Jahren alt, ein Alter, in dem sie die Welt entdecken, voller Neugierde alles "begreifen" wollen und in den Mund stecken. Viele Pflanzen, die sich häufig in der Nähe von Kinderspielplätzen oder Parks befinden, wecken durch ihre auffällig gefärbten Blüten oder Früchte die Neugierde der Kleinen. Auch Haushaltsreiniger, Zigaretten oder kleine, bunte Pillen sind vor Kindern nicht sicher. Erste Regel ist natürlich, all diese Dinge vor dem Zugriff der Kinder zu sichern, trotzdem kommen jährlich etwa 10 000 Notrufe in den Praxen von Kinderärzten oder den Vergiftungszentralen an. Wie verhält man sich nach einer Vergiftung bei Kindern am besten? Zunächst sollte man - auch wenn das schwierig ist - Ruhe bewahren und den nächsten Giftnotruf anrufen. Die Nummer der nächsten Giftnotrufzentrale gehört in Haushalten mit Kindern gut sichtbar in die Nähe des Telefon. Auf der Fahrt zum Arzt oder in das nächste Krankenhaus sollte beruhigend auf das Kind eingewirkt werden. Damit sich die Ärzte informieren können, welches Gift das Kind aufgenommen hat, empfiehlt es sich, einen Teil der Pflanze, die Haushaltsreinigerflasche oder das Arzneimittel mitzunehmen. Dann kann die richtige Behandlung eingeleitet werden.



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