| Aus eins mach zwei: Tabletten richtig teilen Manchmal verordnet der Arzt nur eine halbe oder viertel Tablette. Dann muss der Patient die Tablette teilen. Doch das klappt nicht immer so, wie er es sich wünscht: Mal bleibt ein großes und ein kleines Stück übrig, mal zerbröseln die Hälften. Oder die Bruchstücke spritzen vom Tisch und landen auf dem Fußboden. Um möglichst gleich große Stücke zu erhalten, sollte der Patient so vorgehen: Die Bruchkerbe der Tablette zeigt nach oben. Die Zeigefinger sollte man rechts und links oben neben die Bruchkerbe setzten; die Daumen liegen unten. Die Finger umfassen die Tablette dann wie zwei Zangen. Jetzt mit voller Kraft, kurz und beherzt, die Tablette mit den Zeigerfingern auf den Daumennägeln zerbrechen. Mit voller Kraft wird die Tablette exakter geteilt, als wenn man langsam und dosiert die Kraft steigert. Einige spezielle Tabletten werden auf den Tisch gelegt. Man drückt dann mit dem Zeigefinger auf die Tablette, bis sie in zwei Hälften zerspringt. Diese Methode ist auch im Beipackzettel erklärt. Wie man die Tablette am besten teilt, darüber beraten auch die Mitarbeiter der Apotheke. Dort kann man auch einen Tabletten-Teiler kaufen, der Menschen mit kranken oder schwachen Händen das Teilen erleichtert. Übrigens: Nicht alle Tabletten dürfen geteilt werden. Es gibt zum Beispiel Tabletten, die mit einem Film überzogen sind. Der Film schützt den Wirkstoff vor einem Angriff durch die Magensäure und löst sich erst im Dünndarm auf. Werden solche Tabletten zerbrochen, zerstört die Magensäure den Wirkstoff, und das Arzneimittel wird unwirksam. Auch manche langwirksamen Retard-Tabletten dürfen nicht geteilt werden; sie führen den Wirkstoff über Stunden hinweg dem Körper zu. Durch ein Zerbrechen der Tablette würde der Wirkstoff schlagartig im Körper freigesetzt. Der Hersteller informiert meist im Beipackzettel darüber, ob man Tabletten teilen darf oder nicht. Tipp: Sind Tabletten mit Bruchrillen ausgestattet, dürfen sie sicher geteilt werden. |
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