Akne betrifft fast alle jungen Menschen

Kaum ein Teenager bleibt verschont: Bei fast 80 Prozent sprießen Pickel im Gesicht, auf dem Rücken und Dekolleté. Zwar bildet sich die Akne meist um das 25. Lebensjahr herum zurück, doch tröstet das die Jugendlichen über Jahre hinweg erst einmal wenig. Woher kommen die Pickeln überhaupt? In der Pubertät pendelt sich die Hormonbalance im Körper ein; Hormone regen auch die Talgdrüsen der Haut an. Die produzieren plötzlich vermehrt Talg. Der Talg kann aber nicht abfließen, wenn ein Hornpfropf aus Hornzellen und Talg den Ausgang der Drüse verstopft. Diese Stopfen heißen Mitesser. Bei älteren Mitessern sammelt sich an der Spitze Melanin, was sie dunkel färbt. Im gestauten Talg vermehren sich nun Bakterien, die in der Umgebung des Mitessers eine Entzündung herbeiführen: Ein Pickel entsteht.

Was kann man tun? Eine sorgfältige Hautpflege reduziert die erhöhte Talgproduktion der Haut. Dazu die Haut zweimal täglich gründlich mit Syndets waschen. Es ist immer ein frischer, separater Waschlappen oder Einmalwaschlappen zu verwenden. Zusätzlich kann der Akne-Patient die Haut mit verdünnten alkoholischen Lösungen auf Wattetupfern abreiben. Werden danach Präparate zur Hautpflege aufgetragen, sollten diese fettarm sein und austrocknend wirken, zum Beispiel milchartige Emulsionen, Gele oder Puder. Tagsüber empfehlen sich hautfarbene und abdeckende Pflege-Präparate. Abdeckstifte können einzelne Pusteln kaschieren. Fetthaltige Cremes und Salben sind dagegen zu meiden. Zusätzlich kann man mit Peeling-Präparate ein- bis zweimal wöchentlich die Verhornung lösen. Einen Schäleffekt und gleichzeitig eine Wirkung gegen Bakterien hat Benzoylperoxid als Gel, Creme, Lotion oder Waschlotion. Vorsicht geboten ist allerdings bei sehr empfindlicher Haut! Tipp: Benzoylperoxid bleicht bunte Wäsche; deshalb nachts das Kopfkissen mit einem weißen Bezug ausstatten und bei Anwendung am Rücken weißes T-Shirt tragen. Übrigens: Ein Akne-Diät gibt es nicht. Auch eine sehr fettarme Ernährung kann die Talgproduktion der Haut nicht drosseln. Falls jemand bei bestimmten Nahrungsmitteln ein Aufblühen der Akne bemerkt, sollte er diese weglassen.
© ABDA

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